Veszprém (Pannonien)

„Die Stadt der Könniginnen" – so wird Veszprém am Ufer des Baches Séd bezeichnet. Sie behauptet von sich, das erste Bistum des Landes gewesen zu sein.

Begründung für diese Behauptung ist die Tatsache, dass nur die Bischöfe dieser Stadt berechtigt waren, die jeweilige ungarische Königin zu krönen.

Die auf dem 500 Meter langen Felsrücken des Burgberges stehenden, schönen Bürgerhäuser sorgen für eine historische Athmosphere des Burgviertels. Hier stand zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert eine königliche Burg. Das Heldentor diente als Eingang. In unmittelbarer Nähe erhebt sich der Feuerturm (Vár u. 9.). An der Wand der Bastei befindet sich das Pantheon von Veszprém.

Im Duniczay-Haus (Vár u. 29.) wurden die Sammlungen der Burggalerie und des Ziegelsteinmuseums untergebracht.

Bibliothek und Archiv im wunderschönen Barockgebäude des Bischofspalastes (Érseki Palota, Vár u. 18.) können nur noch vorheriger Anmeldung besichtigt werden.

In dieser Stadt befinden sich einzigartige Schätze der ungarischen Kirchengeschichte. Die ältesten Fresken in der frühgotischen Gisela-Kapelle (Vár u. 18.) und die Ausstellung sakraler Kunst und Kirchengeschichte können besichtigt werden. Nebenan steht die älteste Bischofskathedrale (Vár u. 18-20.) des Landes, deren Bau noch von der ersten Königin, der bayrischen Herzogstochter Gisela im Jahre 1001 angeordnet wurde. Das gotische Gisela-Reliquiar aus dem 14. Jahrhundert ist ein Geschenk der Stadt Passau.

Die im 10. Jahrhundert erbaute Kapelle St. Georg (Vár u. 20.) ist möglicherweise die erste Kirche Ungarns gewesen. Das Gymnasium (Vár. u. 10-12.), die Kirche und das Ordenshaus der Piaristen (Vár u. 12/a) wurden im klassizistischen Stil erbaut. In der Kirche ist eine Sammlung volkstümlicher sakraler Gegenstände präsent. Die Residenz des Propstes (Vár u. 18.) ist gleichzeitig Amtssitz des Erzbischofs.

Das Altarbild der Franziskanerkirche (Vár u. 33.) stellt König Stephan I. dar, als er die Heilige Krone der Jungfrau Maria darbot. Zum 900. Jahrestag des Todes von Stephan dem Heiligen und der Königin Gisela ließ man im Namen der ungarischen Nation die Statuen König Stephan und Königin Gisela auf der Aussichtsbastei am Rande der Burg aufstellen. Von dieser Terrasse bietet sich ein wunderschöner Ausblick auf die Talbrücke, die über den Bach Séd führt. Die Errichtung der Talbrücke im Jahre 1938 war eine bedeutende Leistung der ungarischen Ingeneure. Sie ist auch heute noch das Wahrzeichen der Stadt.

Im Königin-Gisela-Museum (Vár u. 35.) sind die sakralen Kunstschätze des römisch-katholischen Erzbistums, die Skulpturen aus dem 15. bis 20. Jahrhundert, Goldschmiedearbeiten, Textilien, Gemälde und die Schatzkammer des Erzbistums zu besichtigen.

Die römisch-katholische Kirchensammlung (Vár u. 36.) verfügt über Schätze aus dem 15. bis 20. Jahrhundert. In der Burggalerie (Vár u. 29.) können Sie temporäre Ausstellungen bewundern.

Im Burgmuseum (beim Burgtor) wird eine Mineraliensammlung ausgestellt. Eine ständige Ausstellung im Dezso-Laczkó-Museum (Erzsébet sétány 1.) informiert über die Geschichte des Bakony-Gebirges und des Balaton-Oberlandes.

Das Bakony-Haus (Erzsébet sétány 3.) war einst Wonsitz eines wohlhabenden, reformierten Kleinadeligen.

Der Wildpark Kittenberg und der botanische Garten (Kittenberg Kálmán u. 17.) gehören zu den schönsten Anlagen in Ungarn.

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