Miskolc (Eger-Tokaj Bergland)

Miskolc ist die drittgrößte Stadt Ungarns. Neben ihrer Industrietradition ist die Stadt auch bekannt für ihre Geschichte und Kultur sowie ihre wertvollen Denkmäler.

Die griechisch-orthodoxe Kirche (Deák F. tér 7) birgt die größte Ikonostase (dreitürige Bilderwand hinter oder neben dem Altarraum) Mitteleuropas. Auf der 16 Meter hohen Ikonenwand stellen 88 Bilder das Leben Jesus dar. Das Gnadenbild der „Kasaner schwarzen Madonna" ist ein Geschenk der Zarin Katharina II.

In der unmittelbaren Nachbarschaft findet man auch das ungarisch-orthodoxe Kirchenmuseum, in dem die schönste orthodoxe Sammlung des Landes zu finden ist.

Am Hang des durch seine Weinkeller berühmten Berges Avas steht die reformierte Kirche, die eine der schönsten gotischen Hallenkirchen Ungarns ist. Am separat stehenden und aus dem 16. Jahrhundert stammenden Glockenturm ertönt jede Viertelstunde ein Glockenspiel.

Der Avaser Aussichtsturm bietet ein wunderschönes Panorama der Stadt.

Zu den schönsten Werken des Barock zählt man die im 18. Jahrhundert erbaute Minoritenkirche und das Kloster (Hősők tere), die evangelische Kirche (Hunyadi u. 8) und die Mindszenty-Kirche (Mindszenty tér). Vor Letzterer steht eine steinernde Statue der „Jungfrau Maria mit dem Häferl" aus dem Jahre 1739.

Im sorgfältig restaurierten Haus Rákóczi aus dem 17. Jahrhundert wurde die Miskolcer Galerie untergebracht. Diese Institution sollte für die in der Stadt geborenen und berühmt gewordenen Grafiker Béla Kondor, Lajos Szalay und Gyula Feledy Möglichkeiten für die Ausstellung ihrer Lebenswerke schaffen. Seit Jahrzehnten wird hier auch die Grafik-Biennale des Landes abgehalten.

Die Bildergalerie des Herman-Ottó-Museums (Görgey Artúr út 28) bietet eine Auswahl aus 200 Jahren ungarischer Malkunst.

Im denkmalgeschützten Gebäude Papszer u. 1 befinden sich eine Mineraliensammlung, eine stadtgeschichtliche und volkskundliche Ausstellung, außerdem Exponate besonders wertvoller archäologischer Funde des Urmenschen und aus der Eiszeit sowie über die so genannte Szeleta-Kultur.

Das Museum für Theatergeschichte und Schauspiel (Déryné u. 3) stellt die Stadt Miskolc vor. Hier in dieser Stadt befand sich das erste Theatergebäude des Landes und erstmals wurden hier Theatervorstellungen in ungarischer Sprache aufgeführt. Heute spielt hier das Ensemble des Miskolcer Nationaltheaters (Miskolci Nemzeti Színház) auf 5 Bühnen und mit Hilfe der modernsten Theatertechnik Mitteleuropas.

Der Stolz der 250 Jahre alten Universität Miskolc ist die 30000 Bände umfassende Selmecer Gedenkbibliothek. Viele seltene Bücher, die dem technischen und naturwissenschaftlichen Studium dienen, gehören zur Sammlung. Mit zahllosen Sehenswürdigkeiten und Einmaligkeiten erwarten Sie die umliegenden, teils mit Miskolc verbundenen Vororte wie Diósgyőr, Miskolctapolca oder Újmassa, ihre Besucher.

Die Burg in Diósgyőr ist ein Ausflug wert! Die Burg erlebte unter der Herrschaft des Königs Ludwig des Großen (Lajos I.) (1342-1382) ihre Blütezeit, neben Visegrád, Buda (Ofen) und Zólyom (Alsohl, heute in der Slowakei) wurde sie zum Königssitz. nach dem Tode des Ritterkönigs verliehen die Herrscher die Burg als Verlobungsgeschenk an die Königinnen. Beatrix, die Gemahlin des Königs Matthias zauberte in den Palast einen wahren Renaissancehof. Zwischen 1424 und 1526 blieb die Burg die Residenz von sechs Königinnen auf dem Lande.

Die kleine Waldbahn im Bükk-Gebirge zwischen Garadna und der Dorottya-Straße in Miskolc fährt durch zwei Tunnel über einen Viadukt, der ein 25Meter tiefes Tal überbrückt. Sie fährt am Hang über Alsó- und Felsőhámor (Unter- und Oberhámor), am Schlosshotel (Palotaszálló) in Lillafüred, den Tropfstein- und Kalktuffhöhlen, dem Hámori-See (Hámori tó), der Urhütte und den Forellenbrutanlagen in Garadna vorbei.

Die Staatliche Waldbahn ist seit Juni 1929 im Betrieb, und wurde damit bis Ende der 80er Jahre Holz, Kohle, sowie Dolomit befördert. Sogar die Bewohner von Ómassa, Lillafüred und Hámor fuhren damit, mit dem einzigen Verkehrsmittel, zur Hütte zu Arbeit.

Heute ist sie eine Touristenattraktion und fährt das ganze Jahr, inkl. Weihnachten und Silvester. Anfang Dezember kommt sogar der Nikolaus mit ihr nach Lillafüred.

Mehrere Millionen Jahre alte Sumpfzypressen

Im Juli 2007 in Bükkábrány beim Abbau einer Lignitwand haben Bergleute stehende Baumstämme mit einem Durchmesser von 3-4Meter freigelegt. Es handelte sich um sechzehn Sumpfzypressen (Taxodium sp.), die im nassen Sand, vom Sauerstoff verschlossen, konserviert wurden.

Fachleute schätzen das Alter der Bäume auf 5,3-8 Millionen Jahre. Die Riesenbäume, die einst den Uferstreifen des Pannonsees geschmückt haben, waren sogar 40-50Meter hoch! Hier musste der Uraffe "Rudapithecus hungaricus" herumschweifen, dessen Reste in Rudabánya gefunden wurden.

Vor dem Austrocknen und Rissigwerden hatten die Mitarbeiter des Ottó-Hermann-Museums den Baumfund teilweise zum Museum und teilweise zum Nationalpark Bükk nach Ipolytarnóc gerettet, wo diese konserviert und ausgestellt werden.

Der Kräutermann von Bükkszentkereszt

György Szabó ist in Bükkszentkereszt als Kräutermann bekannt und geehrt. Er wuchs in einer Familie auf, die beinahe 500 Jahre lang mit Kräutern arbeitet. Er selbst beschäftigt sich seit seinem sechsten Lebensjahr mit Naturheilkunde. Von seinem Elternhaus am Waldrand machte er sich mit seiner Großmutter auf den Weg zum Kräutersammeln. Jetzt ist "Onkel Gyuri" achtundsiebzig Jahre alt (2008), kennt und benutzt 150 Heilkräuter, hält Vorträge über Heilpflanzen und arbeitet aktiv am Präventionsprogramm des ÁNTSZ (Staatlicher Dienst für Volksgesundheit und Amtsärzte) mit. Sein Kräuterhaus befindet sich inmitten des Dorfes unter der Kossuth u. 33.

Eine Auswahl von 3- bis 5-Sterne-Hotels in der Stadt >>>
 

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Internationales Opernfestival in Miskolc