Sissi-Jahr 2017

Mythos Kaiserin und Königin Sissi. Ihre Lieblingsorte in Ungarn.

Mythos Kaiserin und Königin Sissi: Ungarn feiert den 180. Geburtstag und den 150. Krönungstag seiner außergewöhnlichen Königin Elisabeth, Kaiserin von Österreich (1837-1898). Besuchen Sie Ungarn im Sissi-Jahr 2017, und lassen Sie sich von ihren Lieblingsorten verzaubern.

Aufgewachsen ist Elisabeth, genannt Sissi oder Sisi, gemeinsam mit ihren Geschwistern im Herzog-Max-Palais in der Münchner Ludwigstraße, wo sie am 24. Dezember 1837 das Licht der Welt erblickte. Elisabeth entstammt der Linie der Herzöge in Bayern und war die zweite Tochter von Herzog Max Joseph in Bayern (1808-1888) und seiner Ehefrau Prinzessin Ludovika Wilhelmine (1808 – 1892), Tochter des bayerischen Königs Maximilian I. und seiner zweiten Ehefrau Prinzessin Karoline Friederike Wilhelmine von Baden.

Keiner hätte je gedacht, dass dieses lebenslustige und extrovertierte Landmädchen einmal die Titel "Kaiserin von Österreich" und „Königin von Ungarn" tragen würde. Zahlreiche Filme und Bücher erzählen heute von der außergewöhnlichen Lebensgeschichte einer der interessantesten Frauenfiguren des 19. Jahrhunderts. Im Jahr 2017 feiert Ungarn gleich zwei Jubiläen zu ihren Ehren, den 180. Geburtstag und den 150. Jahrestag der Krönung zur Königin von Ungarn, die am 8. Juni 1867 in der Matthiaskirche in Budapest stattfand. Ihr Hof ist viel gereist, aber die Königin hat Ungarn in ihr Herz geschlossen und viele Lieblingsorte gehabt, an denen sie gerne verweilte und die im Sissi-Jahr mit einem reichen Veranstaltungskalender an ihre Königin erinnern.

Königin Elisabeth und ihre Lieblingsresidenz Schloss Gödöllő

Elisabeth besuchte im Jahr 1866 zum ersten Mal Schloss Gödöllő und erkor es bald zu ihrer Wahlheimat in Ungarn. Die königliche Familie hielt sich zum ersten Mal im Herbst 1887 im Gödöllőer Schloss auf. Von da an verbrachte sie hier sogar mehrere Monate im Jahr - hauptsächlich im Herbst und im Frühling.  Hier konnte Sissi ungezwungen die familiäre Atmosphäre genießen. Gödöllő wurde für Elisabeth rasch zu einem ihrer Lieblingsaufenthaltsorte, wohin sie sich vor den Pflichten, die in Wien auf sie warteten, flüchten konnte. Aber warum war eigentlich Königin Elisabeth stets auf der „Flucht"? Wie und womit ist man im 19. Jahrhundert gereist? Welche waren die Lieblingsresidenzen von Königin Elisabeth? Wer gehörte zu ihrem engsten Gefolge, und wie war ihr Leben? Diese Fragen werden vom 8. Juni bis zum 1. Oktober in der Ausstellung „Der Hof reist" im Schloss beantwortet. Im angrenzenden Elisabeth-Park, heute Naturschutzgebiet, haben die Bewohner von Gödöllő ein Elisabeth-Denkmal errichtet – lange, bevor ihr erstes Denkmal in Wien aufgestellt wurde. Eine Gedenktafel im Park zeigt den Lieblingsplatz Elisabeths, die Fasanerie mit einer alten Baumallee. Reiten gehört ebenfalls zur königlichen und ungarischen Tradition. In einer malerischen Hügellandschaft, nur 5 Kilometer von Schloss Gödöllő und 35 Kilometer von Budapest entfernt, liegt der von den Brüdern Lázár gegründete Reitpark in Domonyvölgy. Neben Aufführungen der für ihre Reitkünste berühmten ungarischen Pferdehirten „Csikós" können Besucher hier auch eine Reitershow mit Königin Sissi und ungarischen Husaren erleben. Außerdem sehenswert im Schloss ist das „weiße Gold" der ältesten Porzellanmanufaktur Ungarns Herend, denn nicht nur Sissi, sondern auch Kaiser Franz Joseph war ein Liebhaber Herender Porzellans. Herend und die gleichnamige Porzellanmanufaktur liegen nördlich vom Balaton und sind einen Ausflug wert, denn hier wird noch heute nach alten Vorlagen produziert.

Am 8. September 2017 findet im Schloss ein Gedenkkonzert mit Giuseppe Verdis „Requiem" zum Andenken an den Todestag von Königin Elisabeth statt.

Wer war Königin Elisabeth wirklich? Eine Konferenz in Gödöllő soll Aufschluss geben

Am 20. September 2017 findet eine öffentliche wissenschaftliche Konferenz anlässlich des 180. Geburtstages von Königin Elisabeth im Barock Theater des Schlosses Gödöllő statt. Die Veranstaltung, deren detailliertes Programm derzeit noch ausgearbeitet wird, soll Aufschluss über die wahre Persönlichkeit der Königin und ihre politischen und wirtschaftlichen Taten und Ziele für Ungarn und die Monarchie geben, aber gleichzeitig auch Klarheit über Mythen und Legenden um ihre Person schaffen.

In der Weihnachtszeit werden weltweit vielerorts die beliebtesten Sissi-Filme mit der Familie angeschaut, denn ihr Geburtstag fiel auf den 24. Dezember. Am 28. Dezember 2017 lädt das Königliche Schloss zum Abschluss des Sissi-Jahres in Ungarn zu einer Nachmittagsveranstaltung mit dem Titel „Weihnachten von Königin Elisabeth" ein. Es geht hier in erster Linie um Kinderprogramme, die aber auch für die Großen interessant sind. Besucher lernen mehr über Sissis Epoche, deren Etikette und Tänze und können Königin Elisabeth auch persönlich treffen. Man bekommt Einblick in das Leben der königlichen Familie in Gödöllő und lernt mehr über die Familienmitglieder und ihre weihnachtlichen Gebräuche. Das Programm endet mit einer Puppentheater-Aufführung.

Mehr zu Elisabeth und Gödöllő ist nachzulesen auf kiralyikastely.hu  .

Mit dem Rad auf Sissis Spuren in Budapest – erfahren Sie mehr über Königin Elisabeth bei einer geführten Radtour durch Ungarns Hauptstadt mit Budabike

Am 8. Juni 1867 wurde Sissi in der Budapester Matthiaskirche zur Königin Elisabeth von Ungarn gekrönt. Die Tour des Anbieters Budabike startet bei der Basilika und führt zunächst über die weltberühmte Kettenbrücke, um den Blick auf die herrliche Elisabethbrücke und den königlichen Palast zu genießen, in dem Sissi die Nacht nach ihrer Krönung verbrachte. Das Sissi-Denkmal unter der Elisabethbrücke ist ein weiteres Highlight. Während dieser geführten Radtour lernen die Teilnehmer nicht nur die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Budapest kennen, sondern hören dazu ebenfalls viele interessante Geschichten und Legenden über Sissi und ihre Lieblingsorte in Budapest. Die 3-stündige Tour führt unter anderem zum Budapester Zoo, dem die Königin kurz nach der Eröffnung seine erste Giraffe schenkte und natürlich zur Andrássy Straße, auf der sie so gerne flanierte. Dort steht auch die Oper, die sie häufig besuchte. Die Tour führt auch zum Bahnhof Nyugati und der renovierten Wartehalle, von wo aus sie in ihr Lieblingsschloss Gödöllő fuhr. budabike.com