Nationalparks in Pannonien

Nationalpark Duna - Dráva

Das Verwaltungsgebiet der 1996 gegründeten Direktion des Nationalparks Donau–Drau erstreckt sich über die Komitate Baranya, Somogy und Tolna beziehungsweise auf das Gebiet der seichten Donau und zu einem geringen Teil auf das Komitat Bács–Kiskun. In dieser großen Region sorgen neben dem Nationalpark weitere 4 Landschaftsschutzgebiete und 16 Naturschutzgebiete für Hege, Pflege und Erhaltung der Naturschätze. Der zum Nationalpark gehörende Donauabschnitt verläuft von Bogyiszló bis zur Staatsgrenze, während sich das Draugebiet von Őrtilos bis Matty erstreckt.

Der Nationalpark wurde 1996 gegründet, er erstreckt sich an der Donau von der Sió–Mündung bis zur Staatsgrenze und entlang der Drau, er umfasst ein Gebiet von 49.479 ha, wobei 13.432 ha davon unter verstärktem Naturschutz stehen.
Die Errichtung des Nationalparks begründete man mit der Notwendigkeit eines intensiven Schutzes der Umweltqualitäten der Flüsse Donau und Drau, sowie ihrer Altarme, der hinteren Gewässer, der Wasservorräte, der Auwälder und der Nährböden. Zahllose Pflanzen- und Tierarten, welche in Ungarn unter Naturschutz oder gar erhöhtem Naturschutz stehen, sind nur hier vorzufinden, wodurch der "biologische Wert" des Nationalparks erhöht wird.

Im Nationalpark findet man auch zahlreiche frei zugängliche Gebiete. Die Flächen, die in erhöhtem Maße unter Naturschutz stehen, können nur mit Genehmigung und im Rahmen einer Fachführung besichtigt werden. Bei größeren Gruppen bzw. bei längeren Touren ist es ratsam, sich vor Tourbeginn über Beschränkungen zu informieren.

Die Direktion des Nationalparks hat über ihr Verwaltungsgebiet umfangreiches Informationsmaterial entwickelt und die entsprechenden Landkarten hergestellt. Diese Informationshilfen können an den Ausstellungsorten gekauft werden. Nach vorheriger Anmeldung kann den Besuchergruppen eine Fachführung zur Verfügung gestellt werden. Es bedarf jedoch einer Genehmigung seitens der Nationalparkdirektion, um in den geschützten Gebieten mit dem Fahrrad fahren zu können oder zu reiten, Camping bzw. Wassersport zu betreiben. In den Lehrzentren von Pécs und Drávatamási werden nach vorheriger Anmeldung Gruppen empfangen, die hier in Seminarräumen und in der Natur zu theoretischen und praktischen Themen wertvolle Informationen erhalten.

Direktion des Nationalparks Donau–Drau
Duna–Dráva Nemzeti Park Igazgatóság
7625 Pécs, Tettye tér 9.; 7601 Pécs, Pf. 46.
Telefon: + 36-72/517-200 und 72/517-222, Fax: + 36-72/517-229
E-Mail: ddnp.igazg@ktm.x400gw.itb.hu
Internet: www.ddnp.hu

Nationalpark Fertő - Hanság

Der im Jahre 1991 gegründete Nationalpark umfasst die erhalten gebliebenen Sumpf- und Moorgebiete in der Umgebung des Neusiedler Sees und der Hanság sowie die wertvollsten Überschwemmungsgebiete des Répce–Flusses. Die Gesamtfläche beträgt 23 587 Hektar. Das Verwaltungszentrum ist die "Reiherburg" (Kócsagvár) in Sarród.

Im Dezember 2001 wurde das Gebiet des Neusiedler Sees nach dem gemeinsamen Vorschlag von Österreich und Ungarn auf die Liste der Kandidaten für das Weltkulturerbe der UNESCO gesetzt. Die auf österreichischer und ungarischer Seite gelegenen Schätze der Kulturgeschichte und der Natur in der Umgebung des Neusiedler Sees wurden mit diesem Akt in die Reihe des fast 700 Objekte umfassenden Weltkulturerbes aufgenommen.

Das Gelände des Nationalparks ist wie ein Mosaik zusammengesetzt. Die Gegend des Neusiedler Sees besitzt aus europäischer Sicht eine einzigartig typische Tier- und Pflanzenwelt, sowie charakteristische klimatische und geologische Bedingungen. In unmittelbarer Nähe des Sees befindet sich eines der größten Vogelreservate Mitteleuropas. Zahlreichen Zugvögeln dient es als Rastplatz. Im Osten und Südosten umsäumen die mit Pflanzen bewachsenen Salzsteppen den See. Auf den Hügeln in der Nähe sind verschiedene geschützte Pflanzenseltenheiten der Pannonischen Salzsteppen anzutreffen. Die Besucher können auf den gekennzeichneten und beschilderten Wanderwegen zum Ostufer des Sees gelangen, um dort die Tier- und Pflanzenwelt zu beobachten. Der Nationalpark schützt die reiche Flora und Fauna der nach der Entwässerung der riesigen Sumpfgebiete der Hanság in der Region verbliebenen Moorwiesen, Moorwälder und Moorteiche. Die Landschaft, welche unter den menschlichen Eingriffen sehr gelitten hat, kann den Besuchern auch heute noch unzählige Sehenswürdigkeiten bieten. Der Nationalpark ist bestrebt, die einstigen Gegebenheiten wieder herzustellen und man begann deshalb mit der Verwirklichung der Moorrekonstruktion. Die ersten Ergebnisse dieser Rekonstruktion kann man nördlich von Bosárkány am Fluss Rábca in Augenschein nehmen. Hier kann genau verfolgt werden, wie schnell die Tier- und Pflanzenwelt sich in den überfluteten Gebieten verändert. Zudem ist Möglichkeit gegeben, zu beobachten, wie rasant das Moorgebiet von Hany "zu neuem Leben erweckt" wird.

Die Uferregion der Répce gehört zu den kleinsten Mosaikteilchen des Nationalparks. Das unter Umweltschutz stehende Gebiet befindet sich an einer bestimmten Stelle im Uferabschnitt des Flusses und zwar dort, wo sich auf den Wiesen der Aue die größten und mit Frühlingsblumen bewachsenen Felder Ungarns befinden.
Bestimmte Teile des Nationalparks können frei und selbstständig besucht werden, andere Gebiete aber nur nach vorheriger Anmeldung und nur mit Führung. Für diese Gebiete stellt die Direktion des Nationalparks den angemeldeten Gruppen Fachführer zur Verfügung. Die Führungen erfolgen von Montag bis Freitag. (An Sonn- und Feiertagen wird keine Führung garantiert!)

Direktion des Nationalparks Fertő–Hanság
Fertő–Hanság Nemzeti Park Igazgatóság
9435 Sarród, Rév-Kócsagvár, Pf. 4.
Telefon: + 36-99/537-620 und 537-622, Fax: + 36-99/537-621
E-Mail: fehnp@ktm.x400gw.itb.hu