Hungarika

Von Paprika über Salami bis Porzellan – die Liste der typischen Hungarika ist lang. Probieren Sie die Qualitätsprodukte made in Hungary!

Das rote Paprikapulver ist aus der ungarischen Küche nicht wegzudenken. Angebaut werden die Schoten rund um Kalocsa und Szeged im sonnenreichen Süden des Landes. Wahrscheinlich machten die Türken das Paprika in Ungarn heimisch. 1937 erhielt der Szegediner Professor Albert Szent-Györgyi sogar den Nobelpreis, weil er die positive gesundheitliche Wirkung des Vitamin C im Paprika nachweisen konnte. Ebenfalls in Szeged wird die berühmte Pick-Salami hergestellt.

Bei so vielen gut gewürzten Speisen erstaunt es nicht, dass der Süden Ungarns auch für seine bekömmlichen Aprikosenschnäpse bekannt ist. Die Aprikosen für den hochprozentigen barackpálinka werden rund um Kecskemét angebaut. Beliebt sind zudem der Pflaumenschnaps (szilvapálinka) und Honigschnaps (mézes pálinka). Unter dem Namen Unicum wird der bekannteste ungarische Kräuterschnaps verkauft.

Der berühmteste ungarische Wein ist der Tokajer Aszú-Wein aus dem Norden des Landes. Die ungarische Nationalhymne weiß vom „Geschenk Gottes" zu berichten, andere sprachen vom „flüssigen Gold". Der französische Sonnenkönig Ludwig XIV. ehrte den Tokajer als „König der Weine – Wein der Könige". Seit 2002 gilt die malerische Weinregion sogar als Weltkulturerbe.

An den europäischen Königshöfen kaufte man auch gerne ein anderes Hungarikum: Porzellan aus Herend. Die Manufaktur aus Westungarn belieferte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts unter anderem Queen Victoria und Kaiserin „Sisi" Elisabeth. Der europäische Hochadel liebte vor allem die filigranen fernöstlichen Motive. Noch heute werden die kunstfertigen Designs in Herend nur von Hand bemalt. Von Weltformat sind zudem die Jugendstil-Designs aus der Pécser Manufaktur Zsolnay: Das mit Eosin wunderbar glasierte Porzellan und die bunten Majolikaziegeln prägen das Bild des Jugendstils in Ungarn.

Eine große Rolle spielt in Ungarn das traditionelle Kunsthandwerk. Die Blaufärberei erlebt ein kleines Comeback und die archaischen Buscho-Masken aus Mohács sind genauso gefragt wie die Schwarztöpfereien aus Nádudvar. Farbenfroh sind die Stickereien, während die Halaser Spitzen internationales Topformat haben.


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