Durch sie wurde Ungarn "berühmter"

Ignác Alpár (geb. Schökl)
(17. Januar 1855 Pest - 27. April 1928 Zürich)
Architekt

Schüler von Alajos Hauszmann, studierte an der Berliner Akademie (1874), arbeitete mit Imre Steindl und Alajos Hauszmann zusammen, plante und baute 126 Gebäude, öffentliche Gebäude, wie Rathäuser in Segesvár/Schässburg, Kolozsvár/Klausenburg, Déva/Diemrich, Nyíregyháza, Eötvös-Collegium Budapest, Kirchen in Segesvár/Schässburg, Brassó/Kronstadt, Bad in Herkulesfürdő/Băile Herculane, Theater in Kassa/Kosice, ehem. Österreichisch-Ungarische Bank, heute Nationalbank in Budapest (1902-05), Haus der Technik, ehem. Börse (1902-05) heute Ungarisches Fernsehen, Anker-Versicherung, Schloss Vajdahunyad

Zsolt Baumgartner
(1. Januar 1981 Budapest - )
Formel 1 Fahrer


Alfréd Hajós (geb. Guttmann Arnold)
(1. Februar 1878 Budapest - 12. November 1955 Budapest)
Architekt, erster Olympiasieger von Ungarn (Schwimmen)

erster Olympiasieger der Geschichte im Schwimmen, erster olympischer Goldmedaillengewinner Ungarns (1896 Athen, erste Olympischen Spiele der Moderne), Mitbegründer des ungarischen Fußballs, Sportjournalist, arbeitete an der Seite von Meistern wie Győző Cziegler (Széchenyibad), Ignác Alpár (Schloss Vajdahunyad) und Ödön Lechner (Rathaus Szeged, Kecskemét, Kunstgewerbemuseum und Postsparkasse Budapest), schuf zahlreiche Wohnhäuser, öffentliche Gebäude und Sporteinrichtungen, Villen im eklektischen - , Jugend- und Bauhausstil, seine berühmtesten Gebäude: erste bedeckte Schwimmhalle in Ungarn auf der Budapester Margaretheninsel (1930), ehemaliges Jüdisches Waisenhaus für Jungen (Andrássy út 111, Budapest VI.), wo heute das 5-Sterne Hotel Andrássy untergebracht ist, Hotel Aranybika in Debrecen.

Theodor Herzl (geb. Herzl Tivadar)
(13. Juli 1860 Budapest - 17. Juli 1904 Edlach)
Gründer des Staates Israel.
Lebte in Wien als Journalist und Schriftsteller. Begründer der modernen zionistischen Bewegung. Seine Wahrnehmung des modernen, rassistischen Antisemitismus brachte ihn zu der Überzeugung, dass nur ein eigener Staat eine Lösung der "Judenfrage" herbeiführen kann. (Der Judenstaat 1896, AltNeuLand 1902). Wo einst sein Geburtshaus in Budapest stand (Dohány utca, bei der Synagoge), erinnert seit 1991 ein Gedenktafel. 100. Todestag 17. Juli 2004

János Hunyadi
(1409-1456)
Der Türkenbezwinger – auch für ihn läuten noch heute mittags die Kirchenglocken
Der Vater von Matthias Hunyadi (König Matthias) war ein ehrwürdiger Heerführer und später Regent. Mit zahlreichen Herrschern kämpfte er gegen die Türken und oftmals musste er dabei Niederlagen hinnehmen. Er kam sogar in Gefangenschaft. Doch in der entscheidenden Schlacht bei Nádorfehérvár [heute Beograd] im Jahre 1456 besiegte er das mächtige türkische Heer mit seiner aus Bauern und Kämpfern bestehenden Truppe. Das Glockengeläut von allen katholischen Kirchen der Welt um 12.00 Uhr mittags soll an diesen Sieg erinnern.

Calvin Klein
(19. November 1942 New York)
Modekönig
Sein Vater war Kaufmann und wanderte von Ungarn nach Amerika aus, wo er - obgleich nicht gerade von den Modedesign-Ambitionen seines Sohnes begeistert – seinem Kind den Besuch der besten Schulen ermöglichte. Klein – der anfangs Damenmäntel entworfen hatte - erschien erstmals im Jahre 1969 auf der Titelseite von Vogue. Seit den 70er-Jahren wurden ihm annähernd alle wichtigen Preise, die man in diesem Beruf erringen konnte, verliehen. Seine Produkte haben die ganze Welt erobert. Besonders berühmt wurden seine Jeans und T-Shirts, doch der Stardesigner achtet stets darauf, dass sein Markenzeichen von der breiten Masse der Gesellschaft getragen und am Leben erhalten wird.

Sándor Csoma Kőrösi (alias Skander beg)
(4. April 1784 Körös (Siebenbürgen)/Rumänien - 11. April 1842 Darjeeling)
weltberühmter Sprachwissenschaftler, erster europäischer Tibetforscher, Orientalist

englischer Stipendiat der Universität Göttingen, zu Fuß durch Russland, Armenien, Usbekistan zur Himalaja (1822), unterwegs hat er die Sprache des jeweiligen Landes erlernt, ab 1830 Gast der englischen Asien Gesellschaft Royal Asiatic Society of Bengal in Calcutta, Tibetische Grammatik, Tibetisch-Ungarisches und Tibetisch-Englisches Wörterbuch (1834), "Essay towards a Dictionary Tibetian and English, " A Grammar of the Tibetian Language in English", "Tibetian and English" (1834), "The life and teaching of Buddha" (1957), Sein Grab ist auf dem Friedhof von in Darjeeling

Zsuzsa Laky
(1984 Nagykanizsa)
Miss Europe 2003

Schönheit von Zala (2001), Zweitschönste in Hajdúszoboszló (2002) Miss Europe 2003, gewählt in Nogent-sur-Marne, Frankreich

Ödön Lechner
(27. August 1845 Pest - 10. Juni 1914 Budapest)
Architekt, ungarischer Jugendstil

plante Mietshäuser zusammen mit seinem Studienkollegen, Gyula Pártos, durch seine Idee aus der Ziegelfabrik seines Vaters (farbige Majolika) hat seinen einzigartigen ungarischen Jugendstil entwickelt, seine berühmtesten Gebäude: Rathaus Szeged (1882), ehem. MÁV Renteninstitut Budapest (1883-84), Milkó-Mietshaus Szeged, Rathaus Kecskemét (1892-94), Thonet-Haus Budapest (1888-89), Kunstgewerbemuseum Budapest (1891-96), Kirche im Bezirk Kőbánya, Szt. László tér, Budapest (1894-96), "blaue" Kirche St. Elisabeth in Pozsony/Pressburg, ehem. Königliches Geologisches Institut Budapest XIV., Stefánia út 14. (1898-99), Postsparkasse Budapest (1899-1901)

Georg Lukács
(13.04.1885 Budapest - 04.06.1971 Budapest)
Philosoph und Literaturtheoretiker

der bekannteste und umstrittenste marxistische Philosoph des 20. Jahres

László Papp "Papp Laci"
(25. März 1925 Budapest - 16. November 2003)
Boxer

der erfolgreichste Ungar der Boxgeschichte, er ist der einzige Boxer, der bei drei aufeinander folgenden Olympischen Spielen Goldmedaille erringen konnte. Europameister (1949 und 1959), 7 Jahre Profiboxer, Trainer und bis 1992 Leiter der Box-Auswahlmannschaft, das Budapest Sportarena trägt seit 2004 seinen Namen.

Judit Polgár
(23. Juli 1976 Budapest - )
internationaler Schach-Großmeister, Weltmeisterin


Ferenc Puskás
(2. April 1927 Budapest - 17. November 2006 Budapest)
Der "Liebling" eines ganzen Landes
Er war Stürmer in der legendären goldenen Fußballmannschaft Ungarns. Er schrieb die glanzvollsten Seiten der ungarischen Fußballgeschichte. Im Jahre 1952 war er in Helsinki Mitglied der olympischen Siegermannschaft, dann schoss er 1953 im berühmten Spiel Ungarn gegen England in London zwei der 6 Tore (Ungarn siegte seinerzeit 6:3). 1954 wurde er mit der Mannschaft Silbermedaillengewinner bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz. 85-mal spielte er in der Nationalelf, dabei erzielte er 84 Tore. Nach 1956 ließ er sich in Spanien nieder und arbeitete dort als Trainer.

Ernő Rubik
(13. Januar 1944 Budapest)
Schöpfer der "Zauberwürfel" Rubik' s Cube
Jede Seite des bunten Würfels besteht aus neun kleineren Würfeln, die alle drehbar sind. Von den zahlreichen Kombinationen führt nur eine zum Ergebnis: zu einfarbigen Seiten.
Ernő Rubik ließ seine Erfindung 1975 patentieren, und zwei Jahre später kam der Würfel in den Handel. Für den internationalen Erfolg spricht, dass der Zauberwürfel 1980 in England das Spielzeug des Jahres wurde (den Preis Toy of the Year erhält jedes Jahr nur ein einziges Spielzeug). Ein Jahr später hat ihn das Museum of Modern Arts in New York in seine Designsammlung aufgenommen. Die Würfel-"Drehvorgänge" waren sogar Gegenstand einer Weltmeisterschaft.
Ernő Rubik war ursprünglich Diplom-Architekt. Er lebt in Budapest, leitet ein eigenes Studio und "zerbricht" sich den Kopf hauptsächlich über Neuerungen auf dem Gebiet der Rechenmaschine.
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Hannah Shenesh (Szenes Hanna - Anikó)
(1921 Budapest - 7. November 1944)
Schriftstellerin, Nationalheldin von Israel, Fallschirmjägerin

ein Symbol für Idealismus und Selbstaufopferung. 1939 wanderte in Palästina ein, studierte zuerst an einer Landwirtschaftsschule und ließ sich dann im Kibbutz Sdot Jam nieder. Schrieb Gedichte und ein Stück über das Leben im Kibbutz. 1943 trat der britischen Armee bei und ging als Freiwillige zum Einsatz in Europa, sprang im März 1944 über Jugoslawien ab und verbrachte drei Monate mit den Tito-Partisanen. Am 7. Juni 1944, als die Deportationen der ungarischen Juden ihren Höhepunkt erreichten, überschritt die ungarische Grenze. Sie wurde von der ungarischen Polizei gefangen genommen, wurde am 7. November erschossen. Ihre sterblichen Überreste wurden 1949 nach Israel gebracht und am Militärfriedhof am Herzlberg beigesetzt. Film von Dénes Gábor.