Rezepte aus der Region Puszta und der Theiß-See

Das hochwertige Schmalz der im Tiefland gezüchteten Schweine verwendet man zum Dünsten der weltbekannten Zwiebeln aus Makó für ein gutes Pörkölt, eine Gulaschsuppe oder eine Fischsuppe und würzt mit Edelsüß- oder feurigem Gewürzpaprika aus Szeged oder Kalocsa.

Südliche Tiefebene

Die Fischsuppe ist nur eine der Attraktionen der Stadt Baja. Die jährlich am Ufer der Sugovica veranstalteten Fischsuppen-Kochwettbewerbe sind im ganzen Land bekannt. Das Zubereiten der Bajaer Fischsuppe ist zu einem Kult geworden.
 
Besonders berühmt ist die Küche in der Umgebung der Stadt Szeged. Es ist vielleicht keine Übertreibung, wenn man behauptet, dass aus dieser Region die Zutaten für die Gerichte der ungarischen Küche stammen. Das hochwertige Schmalz der im Tiefland gezüchteten Schweine verwendet man zum Dünsten der weltbekannten Zwiebeln aus Makó, die danach für ein gutes Pörkölt, eine Gulaschsuppe oder eine Fischsuppe mit dem Edelsüßpaprika oder dem feurigen Gewürzpaprika aus Szeged oder Kalocsa gewürzt werden.

Typische Gerichte aus der Südlichen Tiefebene:

Kalte Appetithäppchen aus der Tiefebene
Man belegt eine Platte mit weltberühmter ungarischer Salami und Kotelettscheiben, die mit Csabaer Paprikawurst gefüllt werden, garniert mit scharfen Paprikaschoten, Tomaten und lila Zwiebelringen.

Bajaer Fischsuppe
Eine aus mehreren Fischsorten hergestellte traditionelle ungarische Fischsuppe, zu der Fadennudeln gereicht werden. Zusammen mit den Nudeln wird zuerst die Suppe, danach der Fisch gegessen.

Hechtpaprikasch
Charaktervoller Fischpaprikasch, der mit gedünsteten Zwiebeln und Gewürzpaprika zubereitet wurde. Dazu serviert man hausgemachte und mit Rogen angereicherte Nudeln.

Hammelkeule mit Tomaten und Bohnen
Im Backofen knusprig gebratene Hammelkeule ohne Knochen, mit Salz und Pfeffer gewürzt. Als Beilage werden mit geräuchertem Speck gedünstete Bohnen gereicht, die mit Butterzwiebeln, Knoblauch, Tomaten, gehackter Petersilie und Selleriegrün verfeinert wurden.

Hühnerbeinnudeln
Hausgemachter, mit Natron und Rum gekneteter Teig, aus dem man daumengroße Röllchen geformt, deren Enden mehrmals eingeschnitten werden, damit sie beim Backen die Form eines "Hühnerbeins" annehmen. Sie werden in heißem Öl goldgelb gebacken und mit reichlich Staubzucker serviert.

Gefüllte Maultaschen
Täschchen aus Teigwaren, die mit dem berühmten Pflaumenmus aus Szatmár gefüllt wurden. Besonders gut schmecken sie, wenn sie frisch zubereitet und mit Staubucker und geriebenen Walnüssen serviert werden.
 

Die Puszta und der Theiß-See

Genießt man die schmackhafte Fischsuppe, Kesselgulasch oder Wildpörkölt in den stimmungsvollen Restaurants und Fischgaststätten am Theiß-See, so kann man kaum glauben, dass es einst gewöhnliche Alltagsgerichte der Bevölkerung, vorwiegend der Männer, waren, die hauptsächlich nach getaner Arbeit auf den Tisch gelangten.
Damals war die Landschaft, in der sie lebten, der heutigen sehr ähnlich: Sie waren umgeben von fischreichen Gewässern, Wild war in den Tiefen der Wälder auf den Überschwemmungsgebieten beheimatet und ihre Haustiere weideten auf dem satten Grün der wassernahen Wiesen.
Fisch wurde am Spieß oder auf dem Rost gebraten oder auch in einem Tongefäß gebacken. Manches Sommerlager oder ein Ausflug kann zu einem unvergesslichen Erlebnis werden, wenn die selbst gefangenen und gereinigten Fische am Spieß knusprig gebraten oder die größeren Fische in fingerdicken Scheiben über der Glut gegart werden.

Typische Gerichte von der Puszta und dem Theiß-See:

Szalkaer Nudeltaschensuppe
Eine aus Rindfleisch und Hähnchen zubereitete Fleischsuppe mit Gemüse. Als besondere Suppeneinlage werden kleinen gefüllte Nudeltaschen zugegeben und gekocht. Die Füllung besteht aus dem durchgedrehten, mit viel Petersilie und gemahlenem Pfeffer gewürzten Suppenfleisch.

Pandúrrostbraten
In ausgelassenem Speck angebratene und mit einem Gemüseragout aus Tomaten und Paprikaschoten gedünstete Rostbratenscheiben, Sie werden mit Eiergraupen, die im Fett geröstet wurden und mit gebratenem Speck serviert.

Heiduckenkraut
Kurz angebratene Schweinkammscheiben werden mit Zwiebeln, Knoblauch, Gewürzpaprika, gemahlenen Pfeffer und Kümmel gewürzt und zusammem mit Sauerkraut und Scheiben von Debrecziner Wurst gedünstet. Beim Servieren wird das Gericht mit saurer Sahne beträufelt.

Paprikahuhn
Das in kleine Stücke zerlegte Hühnchen wird mit viel Zwiebeln gedünstet. Kurz vom Herd genommen, wird es mit rotem Gewürzpaprika bestreut und nochmals aufgekocht, zum Schluss rührt man saure Sahne unter. Mit Butternockerln ergibt es ein echtes ungarisches Gericht.

Kartoffelbreiknödelchen
Kartoffeln werden in wenig Wasser gekocht, im Kochwasser zerdrückt und mit so viel Mehl vermengt, wie sie aufnehmen können. Nachdem daraus ein dicker Brei gekocht wurde, sticht man mit einem Löffel, der vorher in Fett eingetaucht wurde, große Nockerln aus, die mit gebratener Zwiebel bestreut und serviert werden.

Palatschinken auf Hortobágyer Art
Mit traditionellem ungarischen Schweine- oder Hähnchenpörkölt gefüllte Eierkuchen. Taschenartig zusammengelegt, werden sie mit einer Sauerrahm-Paprikasoße begossen, in der Backröhre überbacken und dann serviert. Auf der oberen Seite darf die Verzierung mit saurer Sahne natürlich nicht fehlen.

Quarkstrudel mit Dill
Auf dem Blech gebackener, leichter Hefeteig, der vor dem Backen mit einer Masse aus süßem Quark mit Dill bestrichen und mit saurer Sahne beträufelt wurde. Der Strudel wird in große Stücke geteilt, danach serviert.

Kartoffelnudeln ("Schlambutz")
Ein echtes Hirtengericht, das traditionell im Kessel gekocht wird. Zum gerösteten Speck gibt man zunächst Kartoffelwürfel, danach getrockneten und in der Größe einer Handfläche gerissenen Nudelteig. Das Ganze wird aufgegossen und mit Paprikaschoten sowie Tomaten angereichert, so entsteht eine dickflüssige Suppe.

Fischsuppe von der Theiß
Als Ausgangsbasis werden die geschnittenen Zwiebeln ohne Gewürze in wenig Wasser weichgekocht, ähnlich kocht man die Fischköpfe und -schwänze (gegebenfalls mit den kleineren Fischen zusammen), passiert sie druch ein Sieb und gibt das Ganze in einen Kessel, verdünnt es bis zur gewünschten Konsistenz und kocht dann auf kleinem Feuer die Fischscheiben. In der so zubereiteten Fischsuppe fallen die geschmackvollen Fischscheiben nicht auseinander. In der Fischsuppe von der Theiß gehören keine Nudeln, es gibt es danach in Form von Quarkfleckerln.

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